Heute vor einem Jahr…

Heute vor einem Jahr…

Wir haben eine Weile gebraucht, um all das Erlebte zu verarbeiten. Und wir werden wohl noch lange, wenn nicht für immer, davon zehren. Zum Glück!
Da wir aber von unserer Reise nicht so richtig loslassen können und wollen, haben wir begonnen, noch einmal jeden Tag Revue passieren zu lassen – mit den besten Bildern des Tages. Schaut mal rein, und lasst dem Fernweh nochmal freien Lauf!

http://stattstrandbus.tumblr.com/

Ein kurzer Strandspaziergang in Peru…

Ein kurzer Strandspaziergang in Peru…

Heute war ein besonderer Tag, leider nicht im positiven Sinne. Und wir können nicht anders, als unser Erlebtes sofort in die Welt zu tragen.

Der eigentliche Sinn unseres Spaziergangs durch Huanchaco, ein beliebtes Urlaubs- und Surferdorf an der nördlichen Pazifikküste Perus, lag darin, uns die Umgebung anzuschauen. Wo sind wir denn hier eigentlich gelanden?! Doch bereits beim ersten Blick am Strand sahen wir nur noch eins: Plastik. Traurig aber war, diesen Anblick waren wir nach so vielen Wochen an Pazifik-, wie auch Drittwelt-Karibikküste schon fast gewöhnt. Aber diesmal hatte die Verschmutzung eine andere Dimension – Plastikmüll, wohin das Auge sieht, in allen Variationen und Größen! Keine 15min im Wasser und an der Leash des Surfboards hatten sich mehr Plastikbeutel verfangen als in den wenigen öffentlichen Abfallbehältern. Verkehrte Welt.

Nach einer viertel Stunde Müllspaziergang spülte es uns dann doch tatsächlich zwei große Kunststoffsäcke an die Füße – ein Zeichen? Wir haben es jedenfalls als solches gesehen und da der Anblick sowieso kaum zu ertragen war und es uns in den Fingern juckte, legten wir einfach los.

Müll sammeln in Huanchaco Einfach einzusammelnde PlastiktütenGerade einmal eine Stunde lang sammelten wir. Circa 500m Strandabschnitt und geschätzte 20kg Plastikmüll! Ok, vielleicht waren 3-4kg Sand mit dabei, dennoch: einfach viel zu viel.

Geschätze 20kg Plastikmüll in einer StundeMan hatte fast das Gefühl, der Ozean versucht alles auszuspucken, was so in ihm entsorgt wird. Ein furchtbarer Anblick der Realität, wie verschmutzt unsere Meere sind. Und dabei kommt am Strand nur ein winziger Bruchteil an.

Plastik, wohin man schaut Kleinste PlastikteileDas gefährlichste an der ganzen Sache sind aber wohl die Kleinstteile. Die, die man fast nicht mehr einsammeln kann, weil das Plastik sich schon in so viele Einzelteile zersetzt hat. Und doch wird es ewig dauern, bis es vollständig verschwindet. Wenn die Flut zurückgeht, wird das Ausmaß dieser winzigen Partikel sichtbar.

Was die Flut zurück lässtWir konnten heute einen kleinen Beitrag leisten, dass wenigstens ein bisschen weniger Plastik im Ozean landet und zu genau solch winzigen Teilchen zerfällt, die nie wieder gefiltert werden können. Doch die Gedanken im Kopf bleiben: Wie furchtbar muss es um unsere Weltmeere stehen? Was kann man nur tun, um auch in Ländern wie Peru oder Nicaragua das Bewusstsein unter die Menschen zu bringen, das Müll nicht in die Natur gehört und sie am Ende nur selbst krank macht?

Als Surfneulinge ist uns das Meer bis jetzt oft mit harten Schlägen, tückischen „Closeouts“ und manchmal auch recht unangemessenen Salzwasserspülungen entgegen getreten. Und trotzdem, oder gerade deshalb, haben wir den Ozean, sein Fauchen und Rauschen, die raue Unbeständigkeit und Mystik der Wellen und seiner Gezeiten, sowie die unzähligen, fabelhaften Bewohner besonders zu schätzen und lieben gelernt. Wir können mit solchen kleinen Gesten nur auf Nachahmer hoffen und an euch appellieren: Nehmt immer den guten alten Jutebeutel mit zum Einkaufen. Verzichtet auf Einwegplastikbeutel, auch für Gemüse und Obst – wird doch zu Hause eh nochmals gewaschen! Boykottiert die einzeln eingeschweißte Gurke oder den geschälten Apfel im Becher! Boykottiert Einwegplastikflaschen! Jedes Gramm Plastik, welches wir heute vermeiden, wird spätere Generationen jeglicher Gattung weniger Vergiften.

Grüße vom plastischten Strand unserer Reise – Huanchaco (die Wellen und der Break sind trotzdem nicht von schlechten Eltern!!  ;))

Weil’s so schön war – noch mehr Kolumbien

Kolumbien ist ein Land der Gegensätze. Einerseits hinsichtlich seiner Natur und Kultur, denn dieses Land hat von allem etwas zu bieten – von Karibikstrand bis Berge über 5000m, von Wüste bis Dschungel, von modernen Metropolen bis hin zu jahrhundertealten Kolonialstädten. Andererseits aber auch hinsichtlich seiner Bevölkerung, denn der Unterschied zwischen Land- und Stadtbevölkerung ist enorm.
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Oh, wie schön ist Panama!

Panama – flächenmäßig kaum größer als Bayern mit weniger Einwohnern als Berlin ist doch wesentlich mehr, als „nur“ die weltberühmte Handelsschneise zwischen Pazifischem Ozean und dem Karibischen Meer. Panama ist eine einzigartige Landbrücke zwischen Nord/Mittel- und Südamerika und beheimatet unzählige Tier- und Pflanzenarten, die sich auf ihrer Wanderung zwischen den Kontinenten in dieser malerischen Landschaft niedergelassen haben. Das Preisniveau aber auch der Tourismus sind wieder etwas geringer als im gehypten Nachbar Costa Rica – Grund genug um uns den südlichsten Teil Mittelamerikas etwas genauer anzuschauen! Oh, wie schön ist Panama! weiterlesen

Life begins out of your comfort zone